Färöische Handball-Herren erstmals für EM-Endrunde qualifiziert

Erstmals hat sich die färöische Handball-Nationalmannschaft der Männer für eine Europameisterschafts-Endrunde qualifiziert. Diese wird vom 10. bis zum 28. Januar 2024 in Deutschland ausgetragen. Die Qualifikationsspiele um die 20 noch zu vergebenden Plätze (Ausrichter Deutschland sowie die Medaillengewinner der letzten EM waren bereits gesetzt) fanden in einem komplizierten Modus von Oktober 2022 bis April 2023 in acht Qualifikationsgruppen zu je vier Teams mit Hin- und Rückspiel statt. Dabei trat das HSF-Team [HSF = Hondbóltssamband Føroya] als eines der vier besten Teams der acht Viertplatzierten der Qualifikationsspiele zur letzten EM 2022 in Qualifikationsgruppe 4 an und hatte dort Österreich, Rumänien und die Ukraine zum Gegner. Auch wenn in der Endabrechnung nur zwei Siege (zu Hause gegen Rumänien 28:26 und gegen die Ukraine 33:26) zu Buche standen und nach einer 33:38-Niederlage gegen Österreich am letzten Spieltag Platz drei in der Qualifikationsgruppe heraussprang, so belegte das HSF-Team unter allen Drittplatzierten der acht Gruppen den zweiten Rang und qualifizierte sich damit für die EM-Endrunde. "Es ist, als ob wir mit den Färöern Gold gewonnen hätten“, wurde Landestrainer Peter Breddorff-Larsen in Kringvarp Føroya (KVF) zitiert. Allerdings stünde nun wichtige Verbandsarbeit im HSF bevor, denn eine EM-Teilnahme sei kostspielig.

(tbk; kvf.fo, sport.de, de.wikipedia.org)