Färöische Handball-Herren verpassen knapp den Einzug in die EM-Hauptrunde
Nachdem die HSF-Damen (HSF: Hondbóltssamband Føroya, färöischer Handballverband) bei der IHF-Weltmeisterschafts-Endrunde im Dezember überraschend in die Hauptrunde eingezogen waren, stand für die Handball-Herren im Januar und Februar die Teilnahme an der Endrunde der EHF-Europameisterschaften in Dänemark, Schweden und Norwegen an. Wie schon bei früheren Turnieren, waren zur EM knapp 6.000 färöische Fans, ein Zehntel der Bevölkerung, nach Oslo gereist, um ihr Team frenetisch anzufeuern. Atlantic Airways hatte 18 Sondermaschinen eingesetzt, über 1.000 Fans waren per Schiff gekommen. [D] Sportlich bekam es das färöische Team in der Vorrunde mit der Schweiz (28:28), Montenegro (37:24) und Slowenien (27:30) zu tun. In der Endabrechnung fehlten fünf Tore gegenüber der punktgleichen Schweiz zum Einzug in die Hauptrunde. "Wir waren sehr nah dran, wir haben getan, was wir konnten. Vielleicht hat uns defensive Erfahrung gefehlt, im Vergleich zu der, die die Slowenen haben", bilanzierte Trainer Peter Bredsdorff-Larsen nach Abpfiff gegenüber der EHF. [E] Das EM-Finale zwischen Dänemark und Deutschland am 1. Februar in Herning endete mit einem Sieg (34:27) der Co-Gastgeber. Kommentatoren waren sich einig, dass die Färöer mit ihren Handball-Vorstellungen der letzten Jahre - sowohl auf der Platte als auch auf den Rängen - im „Konzert der großen Nationen“ angekommen sind.
Quellen: handball-world.news
[D] Fähre über den Atlantik: Färöer-Handball-Fans fluten Handballhalle | handball-world
[E] Zurück auf die Inseln: Färinger verpassen Handball-EM-Wunder | handball-world
(Thomas Blaudeck)