Färöer beim Nordischen Klang in Greifswald
Beim Festival Nordischer Klang 2026 gibt es gleich mehrere Programmpunkte mit Bezug zu den Färöern. Am 8. und 9. Mai konzertiert die Gruppe Jazzygold. Am 4. Mai wird der Film „Det sidste Paradis på Jord“ gezeigt. Im Rahmen einer Ausstellung der Fotografin Gudrun Koch sind auch Bilder von den Färöern zu sehen. Am 13. Mai dreht es sich im Podiumsgespräch „Nordatlantische Zukunft(en)“um die politisch-wirtschaftliche Bedeutung der Arktisregion.
Jazzygold
Freitag, 8. Mai, 18 Uhr Stadthalle, Robert-Blum-Straße
Samstag, 9. Mai, 19.30, St. Spiritus, Lange Str. 49/51
Zwischen durchfeierten Nächten, Katermorgen, Herzschmerz und Sehnsucht nach Neuanfängen entfaltet jazzygold ein Pop-Universum, das gleichzeitig intim und kraftvoll ist. Mit samtigen Vocals, warmen R&B-Klängen und Electronica erzählt sie vom Leben als Twenty-something – ehrlich, verletzlich und voller Spirit. Ihre Musik lädt zum Tanzen, Weinen und Tagträumen ein. Aufgewachsen auf den Färöer-Inseln mit färöisch-kenianischen Eltern, schafft sie mit ihrer vierköpfigen Liveband Momente zum Wiedererkennen. Mitreißend, lebendig und voller Energie entsteht Musik, die über Grenzen wirkt, und etwas Wahrhaftiges hinterlässt.
Det sidste Paradis på Jord (fär. Seinasta paradís á jørð, dt. Das letzte Paradis)
Montag, 4. Mai, 20 Uhr, Straze, Stralsunder Str. 10/11
Kári lebt auf einer abgelegenen Insel der Färöer. Seit dem Tod der Mutter hält er den Haushalt zusammen: Tagsüber an der Maschine in der Fischfabrik, abends versorgt er seinen Vater und seine Schwester Silja, die ihm mehr und mehr entgleitet. Als wegen schwindender Fischbestände im wärmer werdenden Meer die Fabrik vor dem Aus steht, bricht Káris Welt auseinander. Freunde heuern auf Trawlern an oder schwärmen, wie die Schulfreundin Elin, vom Kunststudium in Paris. Zwischen ihr und Kári glimmt eine zarte Nähe auf. Soll er mit ihr gehen und eigenen Träumen folgen? Für Kári ist die Insel „das letzte Paradies auf der Erde“.
Nordatlantische Zukunft(en) – Die arktische Region im Fokus (in englischer Sprache)
Mittwoch, 13. Mai, 16 Uhr, Alfried Krupp Wissenschaftskolleg, Martin-Luther-Str. 14
Die Arktisregion des Nordatlantiks gewinnt sicherheitspolitisch und wirtschaftlich zunehmend an Bedeutung. Ursachen sind z.B. geopolitische Verschiebungen und die Folgen des Klimawandels, die Zugang und strategisches Gewicht verändern. Im Fokus der Podiumsdiskussion stehen Grönland, Island und die Färöer-Inseln. Wie wandeln sich dort politische und kulturelle Diskurse? Während Grönland und die Färöer über ihre Zukunft im dänischen Königreich debattieren, bereitet Island ein Referendum zur Wiederaufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen vor. Drei Expert*innen eröffnen das Panel, anschließend ist das Publikum eingeladen Fragen zu stellen.
Barsk – Fotografien von Gudrun Koch
Ausstellung (30.04. – 05.06.), Rathausgalerie, Markt
Raues Meer, raue Natur, raue Gemütlichkeit. Wind, Regen und Gischt mischen sich, Einsamkeit und Schroffheit sind überall spürbar – typisch für die skandinavischen Küsten. In der Gegend der norwegischen Fjorde kommt etwa ein Schaf auf zwei Menschen, auf den Färöer-Inseln fast anderthalb. Berge, Meer, Wolken und Schafe prägen die Landschaft, dazu rauwolliges, zähes Getier. Die Fotografin Gudrun Koch war in den letzten vier Jahren auf den Färöer-Inseln und in Norwegens Fjordlandschaften unterwegs. So entstanden diese rauwolligen und barschen Eindrücke.
Vollständiges Programm: www.nordischerklang.de
(Manfred Schmid-Myszka)