Erfolge für das Färöerpony
Im letzten Jahr wurde ein ungewöhnliches Projekt angestoßen. Da färöische Ponys keinen Pass besitzen (da es auf den Färöern keine Behörde gibt, die Pferdepässe ausstellt) können sie auch nicht in andere Länder gebracht werden, obwohl es dort Interessenten für die Tiere gäbe. Um dies zu umgehen wurden isländische Stuten (mit Pass) auf die Färöer gebracht, wo ihnen mittels künstlicher Befruchtung Embryonen Färöischer Ponys eingesetzt wurden (siehe hierzu auch Tjaldur Nr. 70). Nun wurde vermeldet, dass dieses Projekt erfolgreich war. Von den acht befruchteten Stuten wurden vier tatsächlich trächtig und wurden dann wieder nach Dänemark gebracht. Und jetzt wurde zum ersten Mal seit mehr als 100 Jahren ein Färöisches Pony außerhalb der Färöer geboren. Da es in Dänemark geboren wurde, kann es nun auch einen Pass bekommen.
Dieses Fohlen wurde am 11. Juni geboren und ist ein kleines Hengstfohlen. Das erste in Dänemark geborene Stutfohlen kam am 14. Juni zur Welt, seine leiblichen Eltern sind Iris und Tjalfi.
Auch auf den Färöern wurden dieses Jahr einige Fohlen geboren, darunter eines von Litbrá und Silvitni, die beide das Töltgen tragen, so dass zu erwarten ist, dass auch ihre Tochter es tragen wird. Ebenfalls unter den im diesen Jahr geboren war ein Hengstfohlen von Mika und Jalli. Kopar und Tám bekamen das Hengstfohlen Heidni. Sif und Dropa bekamen das Fohlen Alda, Frigg und Hersa wurden Eltern des Stutfohlens Dýrd. Hersa wurde mit Louisiana auch Vater von Dúva. Dúva wurde nach dem Dúvugarður in Saksun benannt, wo sie geboren wurde. Der Dúvugarður hat sich bereiterklärt Louisiana und Ósk aufzunehmen, um die Zucht zu unterstützen und gleichzeitig Besuchern zu ermöglichen, färöische Ponys hautnah zu erleben. Auch Ósk hat ein Fohlen von Hersa bekommen. Lotta und Froyur wurden Eltern von Gaia.
Es gibt auch noch eine weitere Neuigkeit: Zum allerersten Mal wurde auf den Färöern ein Fohlen nach künstlicher Befruchtung geboren. Ódn bekam ihr fünftes Fohlen nach künstlicher Befruchtung mit Sperma von Munin.
Schließlich gab es auch noch eine kleine Überraschung. Die Islandstute Sóley wurde zwar befruchtet, war jedoch laut mehreren Tierärzten nicht trächtig geworden. Aufgrund von Problemen mit dem Gebiss und dem Verdacht auf einen Tumor wurde sie zur Behandlung nach Dänemark gebracht. Auch dort bemerkte niemand, dass die Stute trächtig war und so brachte sie für alle überraschend Anfang Juli ein kleines Fohlen auf die Welt. Das Fohlen wurde morgens auf der Weide gefunden und es stand nicht gut um es. Doch es überlebte und bekam den Namen Hepni – Glücklich.
Außerdem ist auch noch eine Dokumentation veröffentlich worden, die bereits mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Unter dem folgenden Link kann sie angesehen werden:
https://www.youtube.com/watch?v=LeYiDJppur4
(Anne Schlösser)