Deutsch-Färöischer Freundeskreis (DFF) e.V.
Färöische Nachrichten

Wird Wandern auf den Färöern zum Luxus?

Weitere Außenmarkvorstände fordern Geld für betreten ihrer Außenmark

ka – Nachdem auf Mykines dieses Jahr eine Wandergebühr von 100,00 DKK je Besucher eingeführt worden ist und ab Montag ebenfalls 100,00 DKK pro Person für eine Wanderung durch die Nípahaga zum Trælanípa und Bøsdalafossur fällig wird, fordern weitere Außenmarkvorstände Geld für das Betreten ihrer Außenmark.

Ab 2019 gelten auch in Viðareiði besondere Regeln für Wanderungen in der Außenmark (Bild: Klaus Averberg)Ab 2019 gelten auch in Viðareiði besondere Regeln für Wanderungen in der Außenmark (Bild: Klaus Averberg)

"Die Außenmark wird von jährlich mehr und mehr Touristen zertrampelt und immer mehr Touristen bringen sich leichtsinnig in Gefahr. Darum ist es notwendig, die Touristenströme zu steuern und gegebenenfalls unter Beaufsichtigung zu leiten", sagt Ísak Petersen, Mitglied des Außenmarkvorstandes von Viðareiði. Er weist aber auch darauf hin, dass diese Pläne das Dilemma mitbringen, ob es richtig ist von den Färingern Geld für Wanderungen im eigenen Land zu fordern.

Wie gestern bekannt wurde, wird ab Montag Geld für Wanderungen in der Nípuhaga verlangt, durch die die Wanderwege zum Trælanípa und zum Bøsdalafossur führen. Die Rede ist hier von 100,00 DKK pro Person. Der gleiche Betrag wird auf Mykines fällig für eine Wanderung außerhalb der Innenmark durch das Lundaland nach Mykineshólmur.

In Viðareiði sehen die Pläne das gleiche System vor wie in der Nípahaga und auf Mykines. Für Wanderungen in der Außenmark sollen 100,00 DKK pro Person fällig werden. Darüber hinaus sehen die Pläne in Viðareiði vor, dass ein ortkundiger Wanderführer Pflicht ist bei Wanderungen, die zum Enniberg gehen. "Sehr viele Touristen haben sich in den vergangenen Jahren durch ihre eigene Leichtsinnigkeit in Gefahr gebracht", so Ísak Petersen. Der Außenmarkvorstand will derartige Situationen vermeiden, indem ortskundige Wanderführer bei Wanderungen zum Enniberg Pflicht sind.

Wie auf Mykines und in der Nípahaga soll das Geld in einen Topf fließen, aus dem die touristische Infrastruktur in der Außenmark sowie notwendige Reparaturen im Gelände bezahlt werden. Der Vorstand der Außenmarkbesitzer von Viðareiði sieht es als wichtig an, dass auch die lokale Bevölkerung am Tourismus verdient und Arbeitsplätze dadurch entstehen.

Die neuen Regeln zum Wandern in der Außenmark von Viðareiði treten 2019 in Kraft.


09.06.2018

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