Deutsch-Färöischer Freundeskreis (DFF) e.V.
Färöische Nachrichten

Neue Briefmarken herausgekommen

Vogelwelt und Natur

mh - Die färöische Post Posta brachte Ende Februar neue interessante Briefmarken heraus.

Neue Briefmarken herausgekommenNeue Briefmarken herausgekommen

Lundafleyg

Auf dem Meer, das die Inseln umgibt, gibt es Fische, Wale und Seehunde, und auf den Vogelklippen, den Holmen und Felsnadeln tummeln sich Unmengen an Seevögeln. Deshalb versteht es sich von selbst, dass Fischerei, Vogel- und Walfang ein beträchtlicher Teil der traditionellen färöischen Arbeitsweise schon immer gewesen ist.

Die beiden Briefmarken über den Vogelfang – hier Papageitaucher – zeigen zwei verschiedene Jagdmethoden mit dem Kescher. Die Briefmarke zu 10 Kronen zeigt den Vogelfang von der Klippe aus; entweder saßen die Vogelfänger am Klippenabsatz oder seilten sich von der Klippe hinunter. Die Briefmarke zu 44 Kronen zeigt den sogenannten omanfleyg. Bei dieser Jagdmethode standen zwei Männer mit ihren Keschern in ihren Booten und fingen von dort aus die Papageitaucher.
Diese beiden Briefmarken wurden von Martin Mörck gezeichnet.

Fliegen

Briefmarkensammler sammeln oft Briefmarken zu verschiedenen Themen, z. B. Tiere, Flugzeuge, Pilze, Autos usw. Ein Thema sind Insekten, weshalb Posta sich entschieden hat, eine Ausgabe mit Fliegen herauszubringen.

Auf den Färöern sind rund 400 Arten zweiflüglige Insekten registriert. Zu diesen Insekten zählt die Gruppe der Fliegen wie Schmeißfliegen, Schwebfliegen und Dungfliegen. Auch Stechmücken und Schnaken gehören zu dieser Gruppe.

Auf dem Briefmarkenbogen gibt es vier Briefmarken, die verschiedene Fliegen darstellen. Gezeichnet wurden sie von Astrid Andreasen.

H. C. Müller

Auch H. C. Müller hatte zu seiner Zeit mehr oder weniger mit geflügelten Tieren zu tun. Als Autodidakt hatte er sich ein großes Wissen über die färöische Flora und Fauna angeeignet. Er sammelte Exemplare von Pflanzen und Tieren jeglicher Art, so auch den weißbunten Raben, den es nur auf den Färöern gab. H. C. Müller bezahlte für jeden dieser Raben 2 Reichstaler und war somit nicht ganz unbeteiligt am Aussterben dieses Vogels.

Doch wohl nicht aus diesem Grund widmete Posta ihm eine Briefmarke.

H. C. Müller, der vor rund 200 Jahren in Tórshavn geboren worden war und dort knapp 80 Jahre später starb, war Politiker und Sýslumaður für die Gemeinde Streymoy. Auch war er der erste Postbeamte auf den Färöern.
Der Künstler Anker Eli Petersen gestaltete diese Briefmarke.

Sandsvatn und Toftavatn

Die färöische Landschaft mit ihren großen Seen ist oft von einer unbeschreiblichen Naturschönheit, und die Gegend von Sandsvatn, dem drittgrößten See auf den Färöern, ist keine Ausnahme.

Der viertgrößte See Toftavatn, zwischen Toftir und Rituvík gelegen, umgeben von Heidekraut und Grasbüscheln, liegt in einer der schönsten Gegenden der Färöer.

Die Fotos der beiden Seen auf den Briefmarken wurden von Jógvan Horn und Durita Jacobsen geschossen.


27.02.2018

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