Deutsch-Färöischer Freundeskreis (DFF) e.V.
Färöische Nachrichten

Tunnel von Hvítanes nach Tórshavn

Neue Einfallstraße soll Hoyvík unterqueren

ka - Ein Tunnel von Hvítanes unter dem Tórshavner Ortsteil Hoyvík durch bis hin zur Krákugjógv unterhalb des Autohauses Auto Service, das ist der Vorschlag der neuen Tórshavner Bürgermeisterin Annika Olsen.

Statt der geplanten Umgehung von Hoyvík schlägt Bürgermeisterin Annika Olsen eine Tunnellösung mit direkterer Straßenführung und geringerer Steigung vor (Bild: www.landsverk.fo)Statt der geplanten Umgehung von Hoyvík schlägt Bürgermeisterin Annika Olsen eine Tunnellösung mit direkterer Straßenführung und geringerer Steigung vor (Bild: www.landsverk.fo)

Mit der Fertigstellung des Eysturoytunnels soll auch die bestehende Ringstraße von Tórshavn eine direkte Zufahrt zum Tunneleingang bekommen, damit der zunehmende Verkehr nicht über die bestehende Umgehungsstraße entlang der Wohngebiete von Hoyvík rollt. Dafür ist bereits eine Umgehungsstraße westlich um Hoyvík geplant und zum Teil bereits sichtbar.

Annika Olsen stellte in der Ratssitzung am Dienstag nun einen Alternativvorschlag vor: Vom Autohaus Auto Service soll der Tunnel unter die Wohngebiete durch bis zur Kreuzung in Hvítanes führen, von wo der neue Tunnel Richtung Eysturoy und die bestehende Straße nach Kollafjørður abzweigen. Damit bleiben Naturgebiete wie zukünftige Wohngebiete vom Verkehrslärm verschont.

Die bestehende Einfallsstraße ist seit Jahren ein bekanntes Problem, insbesondere weil diese zum Teil durch bebautes Gebiet und vor allem mitten durch das zukünftige Entwicklungsgebiet führt.

„Persönlich denke ich, dass wir keine Einfallstraße durch die Gärten der Bewohner oben in Hoyvík und dann durch bebautes Gebiet bis rüber zum Marknagilsvegur bauen können“, äußerte sich Annika Olsen skeptisch zu den seit Jahren bestehenden Plänen der Umgehungsstraße westlich um Hoyvík.

Aufgrund des steilen Anstieges der geplanten neuen Ortsumgehung von Hoyvík ab der Kreuzung mit der Staße Hoyvík – Kollafjørður am Eysturoytunnel befürchtet Annika Olsen bei der bisher geplanten Umgehungsstraße westlich um Hoyvík, dass ein Großteil des Verkehrs die bestehende Straße über Hoyvík nach Tórshavn nutzt und so weiterhin oft mit Stau auf dem Hvítanesvegur zu rechnen ist, insbesondere an der Einmündung auf die Ringstraße. Bei einer Tunnellösung könnte die Steigung wesentlich geringer ausfallen und die Straßenführung direkter gelegt werden, womit eine Tunnelstrecke angenehmer zu fahren ist und folglich weniger Verkehr über den Hvítanesvegur nach Tórshavn rollt, so die Vorstellung von Annika Olsen.

Wie teuer ein Tunnel von Hvítanes zur Krákugjógv werden würde, ist derzeit nicht bekannt. Kritiker lehnen dieses Projekt jedoch bereits aus Kostengründen ab.


15.2.2017

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