Deutsch-Färöischer Freundeskreis (DFF) e.V.
Färöische Nachrichten

Tillukku Norröna og Smyril Line

Gratulation an die Norröna und der Smyril Line

ka – "So schnell vergeht die Zeit. Heute vor 15 Jahren, am 7. April 2003, wurde auf der Norröna die färöische Flagge gehießt und wurde sie von der Flender Werft in Lübeck an die Smyril Line übergeben."

Seit 15 Jahren verbindet die Norröna die Färöer mit Dänemark und Island (Bild: Klaus Averberg))Seit 15 Jahren verbindet die Norröna die Färöer mit Dänemark und Island (Bild: Klaus Averberg))

Mit diesen Worten gratulierte Kapitän Henrik Hammar seinem Schiff zum Geburtstag auf seiner Facebookseite. Seit dieser Zeit ist viel passiert, die Routen haben sich geändert und die Fähre erlebt seit einigen Jahren einen beispiellosen Ansturm von Islandreisenden aus Mitteleuropa. Seit wenigen Jahren rücken auch die Färöer zunehmend in den Fokus der Reisenden.

Verglichen mit den schwierigen Jahren nach dem Bau der Norröna, der die Smyril Line gleich drei Mal an den Rand des Konkurses gebracht hat, geht es der Reederei heute gut. Verantwortlich hierfür sind zahlreiche Sparmaßnahmen aber auch die deutliche Zunahme von Passagieren, insbesondere auf der Strecke von Hirtshals (Dänemark) nach Seyðisfjörður (Island).

Doch auch die Anpassung der Fährroute und damit insbesondere die Streichung der zeitraubenden und wenig rentablen Zwischenstationen in Bergen (Norwegen), Lerwick (Shetland) und Scrabster (Schottland) haben zur finanziellen Erholung der Smyril Line beigetragen. Auf Shetland wird den Färingern diese wirtschaftlich vernünftige Entscheidung heute noch verübelt, die Norröna wird hier auch spöttisch "der weiße Elefant" genannt. Wöchentlich fährt die Norröna auf ihrem Weg von den Färöern nach Dänemark und zurück in Sichtweite der Shetlands vorbei.

Seit Jahren verkehrt die Norröna im wöchentlichen Zyklus ganzjährig zwischen Hirtshals in Dänemark, Tórshavn auf den Färöern und Seyðisfjörður auf Island.

Während die Norröna in den Anfangsjahren als viel zu groß verspottet wurde (war sie doch bestenfalls in den Sommermonaten teilweise ausgebucht), so ist sie inzwischen im Zeitraum von Mai bis September zu klein. Der Hauptgrund hierfür ist der seit gut 10 Jahren anhaltende Urlauberansturm auf Island und zum anderen auch der seit einigen Jahren merklich zunehmende Tourismus auf den Färöern. Dem erhöhten Urlauberaufkommen zur Folge nimmt auch der Frachtverkehr auf die nordatlantischen Inseln zu.

Auf den Färöern kursieren bereits Gerüchte, dass seitens der Smyril Line über eine Verlängerung der Norröna nachgedacht wird. So könnte die vor allem in Sommermonaten oftmals zu knappe Kapazität erweitert werden.

Was auch immer die Zukunft bringen mag, wir wünschen der Norröna weiterhin allzeit gute Fahrt und immer eine handbreit Wasser unter'm Kiel.


07.04.2018

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