Deutsch-Färöischer Freundeskreis (DFF) e.V.
Färöische Nachrichten

Neuer Film über Gjógv

Film beleuchtet Situation des Dorfes in der heutigen Zeit

ka - Gjógv ist eines der schönsten Reiseziele auf den Färöern. Aber die schöne Lage des Dorfes verdeckt die besorgniserregende Tatsache, dass in dem Dorf an der natürlichen Hafenschlucht nur noch ein Zehntel soviel Einwohner leben, wie im zweiten Weltkrieg.

Blick auf Gjógv, einem der wohl am schönsten gelegenen Dörfer der Färöer (Bild: Klaus Averberg)Blick auf Gjógv, einem der wohl am schönsten gelegenen Dörfer der Färöer (Bild: Klaus Averberg)

Im Jahr 1941 wohnten 283 Menschen an der Schlucht, heute wohnen nur noch 28 Menschen ganzjährig im Dorf. Das herkömmliche Leben, welches es in Gjógv seit jeher gab, verschwindet immer mehr. Und die Dorfschule, wo einmal 50 Kinder unterrichtet wurden, ist verlassen, weil keine Schulkinder mehr im Dorf wohnen.

Uni Arge, Journalist, und Hans Petur Hansen, Kameramann, haben in Zusammenarbeit mit dem Gjáargarður einen Film über Gjógv gemacht, der über die heutige Situation des Dorfes berichtet, über die Versuche, den Einwohnerrückgang umzukehren, über den Straßenbau, den Arbeitsplätzen und die Landaufteilung.

Im Film treffen wir vielen von denen, die noch in Gjógv wohnen. Die Einwohner berichten von den Lebensumständen an diesem stolzen Ort, wo die färöische Kultur, die Selbstverwaltungspolitik und Ausbildung sehr wichtig sind.

Die Ausbildung war bekanntermaßen gut in Gjógv und viele Einwohner von Gjógv (Gjáarfólk) schafften eine akademische Ausbildung oder wurden Lehrer. Aus Gjógv kommen auch mehrere Kapitäne, Steuermänner und Schiffsingenieure.

Gedacht wird auch dem Schiffsunglück im Nordmeer, welches vielen Männern aus Gjógv das Leben kostete. Seit dem 19. Jahrhundert legte das Gjáarfolk mehr Wert auf gute Schulbildung als auf gefährliche Arbeit in der Natur.

Im Gjáargarður übernachten jährlich rund 8.000 Menschen. Sie wohnen umgeben von wohl abwechslungsreichsten färöischen Landschaft, wie dem freistehenden Felsen Búgvan, dem Ambadal, dem Middagsfjall, dem höchsten färöischen Berg - dem Slættaratindur, oder auch der Schlucht im Dorf selber.

"Gjógv - millum Norðhavið og Skarðið" (Gjógv – zwischen Nordmeer und Pass) gibt es zu kaufen als DVD-Film bei den Buchhandlern im Land und bei Magn an der Sundbrücke in Oyrarbakki. Der Film hat eine Länge von 53 Minuten. Das Titelbild wurde von Ólavur Frederiksen aufgenommen.


5.12.2016

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