Deutsch-Färöischer Freundeskreis (DFF) e.V.

Gunnar Hoydal

Lyriker und Lieddichter, Romancier, Essayist und Kunstkritiker

Der 1941 geborene Gunnar Hoydal ist einer der vielseitigsten Schriftsteller der Färöer und eine zentrale Gestalt des färöischen Kulturlebens. Der als Architekt ausgebildete Hoydal, der von 1972-1997 Stadtarchitekt der färöischen Hauptstadt Tórshavn war, trat als Lyriker und Lieddichter, Romancier, Essayist und Kunstkritiker hervor.

Gunnar HoydalGunnar Hoydal

Als Schriftsteller debütierte Hoydal 1972 mit dem Buch Myndasavn (Bildersammlung), einem Portrait des färöischen Künstlers Ingolf Jacobsen. 1982 erschien der Erzähl- und Essayband Av longum leiðum (Etwa: Aus fernen Himmelsrichtungen), eine Sammlung von Erzählungen und humorvoll-satirischen Reiseskizzen. In seinem ersten, autobiographisch geprägten Roman, Undir suðurstjørnum (Unter südlichen Sternen, 1991), schildert Hoydal seine Kindheitserlebnisse in Südamerika, wo sein Vater Mitte der 1950er Jahre als Landwirtschaftsberater arbeitete. Auch seine beiden folgenden Romane, Dalurin fagri (Das schöne Tal, 1999) und Í havsins hjarta (Im Herzen des Meeres, 2007) sind um die Geschichte seiner Familie zentriert und schildern die Kindheit seines Vaters, der im färöischen Tuberkulosesanatorium in Hoydalar bei Tórshavn aufwuchs (Dalurin fagri) und die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der Färöer im 20. Jhdt. (Í havsins hjarta). Hoydal gehört zu den kenntnisreichsten Kunstkritikern seines Landes und veröffentlichte neben dem bereits erwähnten Portrait Ingolf Jacobsens umfangreiche Studien über die färöischen Kunstgrößen Janus Kamban, Ingálvur av Reyni und Bárður Jacobsen sowie zahlreiche Artikel und Aufsätze in färöischen Zeitungen und Zeitschriften.

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