Mit ihren kaum 50.000 Menschen pflegen die Färöer eine lebendige Nationalsprache von sehr alter Herkunft. Ende des 19ten Jahrhunderts entstand eine erste eigene literarische Produktion. Sie brachte im Laufe der Jahrzehnte Werke hervor, die sich zunehmend auch in der benachbarten skandinavischen Welt durchsetzen konnten. Seitdem präsentiert eine der kleinsten Literaturnationen der Welt Werke von großem Format, die weitaus mehr Beachtung verdienen, als sie derzeit erfahren. Doch neben Dänisch und Isländisch finden sich Übersetzungen färöischer Gegenwartsliteratur nun auch im Deutschen und im Englischen.
Der DFF hat soeben ein Logbuch zum "Literaturland Färöer" herausgegeben.
Treffen Sie den Deutsch-Färöischen Freundeskreis vom 13. bis 16. Oktober 2011 in Frankfurt. Erleben Sie die Färöische Literatur und ihre Literaten auf der Deutschen Buchmesse 2011: auf dem Stand B 398 der Färöer in Halle 5.

Andras Mortensen
Andras Mortensen (*1960) studierte Geschichte und Latein an der Universität Kopenhagen und schloss sein Studium 1987 mit der Arbeit Bonde, biskop og konge: kirke og politisk samfund i det vestnorrøne område med særligt henblik på Færøerne i tiden ca. 970 til 1309 (Bauer, Bischof und König: Kirche und politische Gesellschaft im Westnorden unter besonderer Berücksichtigung der Färöer von ca. 970 bis 1309) ab. mehr...

Hanus Kamban
Der Erzähler, Übersetzer und Literaturkritiker Hanus Kamban (*1942), der bis 2000 unter dem Namen Hanus Andreassen veröffentlichte, trat zunächst als Verfasser von Kurzgeschichten hervor. 1980 erschien sein erster Erzählband, Dottir av Proteus (Tochter des Proteus), dem vier Sammlungen folgten (zuletzt 2010 Gullgentan, Das goldene Mädchen). mehr...

Carl Jóhan Jensen
Carl Jóhan Jensen (*1957), der besonders durch seinen kreativen und innovativen Gebrauch des Färöischen und die kritische Hinterfragung vermeintlicher nationaler Gewissheiten in seiner Lyrik und Prosa bekannt wurde, debütierte 1981 als Lyriker mit der Sammlung Skríggj (etwa: Kreischen), der bis 1997 vier weitere Gedichtbände folgten. mehr...

Gunnar Hoydal
Der 1941 geborene Gunnar Hoydal ist einer der vielseitigsten Schriftsteller der Färöer und eine zentrale Gestalt des färöischen Kulturlebens. Der als Architekt ausgebildete Hoydal, der von 1972-1997 Stadtarchitekt der färöischen Hauptstadt Tórshavn war, trat als Lyriker und Lieddichter, Romancier, Essayist und Kunstkritiker hervor. mehr...

Jógvan Isaksen
Der Romancier, Literatur- und Kulturwissenschaftler Jógvan Isaksen (*1950) studierte Skandinavistik in Århus und Kopenhagen und arbeitet seit 1986 als Lehrbeauftragter für Färöisch an der Universität Kopenhagen. Isaksen ist einer der produktivsten und einflussreichsten Literaturwissenschaftler und -kritiker der Färöer und schrieb auch mehrere Bücher über färöische Künstler. mehr...

Sólrún Michelsen
Sólrún Michelsen (*1948) ist mit bisher zehn Kinder- und Jugendbüchern eine der produktivsten Autorinnen dieses Genres auf den Färöern. Ihr erstes Buch für junge Leser, Argjafrensar, erschien 1994. 2002 wurde ihr der Kinderbuchpreis des Stadtrates von Tórshavn verliehen. mehr...

Oddvør Johansen
Die 1941 geborene Prosaschriftstellerin Oddvør Johansen verfasste bisher fünf Romane und eine Reihe von Erzählungen, Kinderbüchern und Prosaskizzen. Im Zentrum ihres Debütromans Lívsins summar (Sommer des Lebens, 1982) steht die anfangs zehnjährige Nora und deren Aufwachsen im Tórshavn der frühen 1950er Jahre. mehr...

Tóroddur Poulsen
Tóroddur Poulsen (*1957) wurde vor allem als unkonventioneller und experimenteller Lyriker bekannt, der ungewohnte, radikal neue Formen in die färöische Lyrik einführte und in den ersten Jahren seines Schaffens den Beinamen "der schwarze Punk-Poet" erhielt. mehr...

Jóanes Nielsen
Der 1953 geborene Lyriker und Erzähler Jóanes Sekjær Nielsen debütierte 1978 mit dem Lyrikband Trettandi mánaðin (Der dreizehnte Monat) und veröffentlichte seitdem mehrere Gedichtsammlungen (zuletzt Brúgvar av svongum orðum), drei Romane (zuletzt den mittlerweile ins Dänische und Nynorsk übersetzten Roman Glansbílæta-samlararnir; Glanzbildersammler) und mehrere Essaybände. mehr...

Bárður Oskarsson
Der Zeichner und Kinderbuchautor Bárður Oskarsson (*1972) begann schon als Jugendlicher für die färöische Kinderzeitschrift Barnabláðið zu zeichnen. Das erste von ihm illustrierte Buch war ein von seinem Großvater Oskar Hermannsson verfasste Kinderbuch, der 1992 erschienene Band Undir tussafjøllum. mehr...
